Dürr verkauft 2.000sten Sealing-Roboter: Neues Robotermodell optimiert Sealing-Applikation bei begrenzten Platzverhältnissen

Bietigheim-Bissingen, 29. Juni 2016 – Schweißnähte vollautomatisch abdichten liegt im Trend. Immer öfter übernehmen Roboter diese Aufgabe in der Automobilproduktion. Dürr hat jetzt seinen 2.000sten Sealing-Roboter verkauft. Das Jubiläumsmodell EcoRS 30L16S übernimmt bei Skoda in Kvasiny/Tschechien die Grobnahtabdichtung und ist gleichzeitig eine Premiere. Durch seinen verkürzten Arm 1 ist der Roboter besonders für Sealing-Applikationen im Inneren der Karosserie geeignet.

In der Lackiererei empfangen die Rohbaukarosserien den ersten Korrosionsschutzlack noch bevor sie ihre Farbschicht erhalten. Auch die Schweiß- und Klebenähte werden vor dem Lackieren versiegelt. Dabei werden die überlappenden Bleche oder Stöße mit speziellen PVC-Materialien geschlossen. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass später kein Wasser in das Fahrzeuginnere eindringen kann.

Im Juli 2016 wird Dürr den 2.000sten Roboter zur Sealing-Applikation ausliefern. Mit seinem verkürzten Arm 1 wird der EcoRS 30L16S künftig die Schweißnähte im Innern der Karosserien bei Skoda in Kvasiny abdichten. Dazu wird die bestehende Abdichtungsanlage derzeit erweitert.

In den vergangenen Jahren hat sich das vollautomatische Abdichten endgültig am Markt durchgesetzt. Immer mehr Automobilhersteller rüsten ihre manuellen Abdichtstationen um. „Das liegt unter anderem daran, dass Roboter die Nähte und Beschichtungen deutlich gleichmäßiger und exakter auftragen können, als dies mit Handapplikationen möglich ist“, erklärt Dr. Hans Schumacher, Leiter der Dürr-Division Application Technology.

Gleichzeitig hat Dürr die Roboter auf immer mehr Anwendungen spezialisiert. Neben Unterbodenschutz und Schwellerbeschichtung (PVC & Lack) sind sie auch in der Dämmstoffapplikation (LASD) im Einsatz. Auch bei der hochexakten Grob- und Feinnahtabdichtung sowie bei kosmetischen Nähten an Türen und Hauben spielen die Roboter ihre Stärken aus.

Für die speziellen Anforderungen im Innern der Karosserie setzt Dürr jetzt ein neues Modell ein. Der Arm 1 des EcoRS 30L16S ist nur 800 mm lang. Dadurch kann sich der Roboter wesentlich leichter in die Karosserie hineinbewegen. Gleichzeitig kann bei der Umrüstung bestehender Anlagen der vorhandene Platz wesentlich effizienter ausgenutzt werden. Im Skoda-Werk Kvasiny konnte durch den kleineren Roboter auf die sonst notwendige Bodenabsenkung verzichtet werden. Dies spart Umbaukosten und verkürzt die Laufzeit des Brownfield-Projekts auf drei Wochen.

Ausgerüstet ist der EcoRS 30L16S mit der neuesten Applikationstechnik. Das schlanke Design des Applikators EcoGun2 3D ist frei von Störkonturen und lässt den Applikator bei gleicher Lanzenlänge von 350 mm wesentlich tiefer in die Karosserie vordringen als bisher, auch in besonders enge Bereiche.

Um den Dickstoffauftrag insgesamt effizienter zu machen, hat Dürr auch seinen elektrischen Kolbendosierer EcoShot Meter verbessert. Das präzise arbeitende System ist für die meisten Dickstoffe im Abdichten und Kleben geeignet und deckt als Standardmodell in zwei verfügbaren Größen nahezu alle Anwendungsfälle ab.

In der neuen Abdichtstation bei Skoda sind insgesamt drei EcoRS 30L16S Roboter im Einsatz. Die vorhandene Materialversorgung sowie die Fördertechnik passt Dürr auf das neue System an.

„Skoda profitiert durch die Umrüstung auf eine vollautomatische Abdichtstation in mehrfacher Hinsicht: Die ergonomisch schwierigen Arbeitsbedingungen einer Handapplikation werden ausgeräumt, die Qualität der Nähte verbessert sich, der Materialverbrauch wird reduziert und das neue Robotermodell erhöht bereits durch die kürzere Umbaudauer die Effizienz“, fasst Dr. Schumacher das Projekt zusammen.

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